Lebenswiese

Zufluchtsort für arme Seelen

Am 09. Mai 2020 wurde das Projekt der Lebenswiese als Zufluchtsort für gequälte, bis dahin unerwünschte Seelen, ins Leben gerufen.

In Kooperation mit der lieben Susanne und vielen ehrenamtlichen Helfern, erschaffen wir auf einer großen Wiese in Untergruppenbach-Donnbronn Schritt für Schritt ein kleines Erholungsparadies für Tier und Mensch. Susanne ist unsere ehrenamtliche Tierpflegerin, die sich liebevoll um unsere Schützlinge kümmert. Finanziert wird dieses Projekt durch Paten und Spenden.

Unsere Julia ist seit Oktober 2021 in unserem Vorstandsteam und hat die Verantwortung für unsere Wiese übernommen. Gemeinsam mit Paten, Mitgliedern und Ehrenamtlichen organisiert sie Helfertage, Feste und Kennenlernen. Dank ihr haben wir jemanden der sich mit unseren Tieren auskennt, sich mit ihnen beschäftigt und immer wieder neue Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringt und vor allem umsetzt.

Die Bewohner der Lebenswiese dürfen bei uns in Sicherheit leben. Hier bekommen sie viel Liebe, Streicheleinheiten, Futter und tierärztliche Versorgung. Vor allem jedoch erhalten sie alle Zeit der Welt, die sie benötigen, um ihre verletzten Seelen wieder zu heilen und neues Vertrauen in den Menschen zu schöpfen. Viele der Tiere kommen aus schlimmsten Verhältnissen und haben grauenvolles durchleben müssen.

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Werde Tierpate und hilf damit, den Tieren auf der Lebenswiese eine 2. Chance im Leben zu geben.

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Bewohner der Lebenswiese

Lotte und Idefix

Die beiden Heidschnucken wurden durch ihre ehemaligen Besitzer zur Selbstversorgung angeschafft. Die Zwei wurden bei einem Mann untergestellt, der sich später als Alkoholiker und unzurechnungsfähiger Tierquäler entpuppt hat. Lotte und Idefix wurden von ihm geschlagen, wenn sie Hunger hatten, zum Schluss hielt er sogar eine geladene Waffe auf die kleine Herde, um sie zu entsorgen. Lange waren die Besitzer ahnungslos. Als sie dem Besitzer auf die Schliche kamen, hatten sie jedoch keine andere Möglichkeit, die Schaffamilie unterzustellen. In ihrer Verzweiflung dachten sie sogar über Schlachtung der Schafe nach, was sie nicht übers Herz gebracht haben. Als der Stallbesitzer plötzlich entschied, dass die Tiere nicht mehr bleiben können und drohte diese zu erschießen, musste sofort gehandelt werden. Blitzschnell entschieden wir, die 2 bei uns aufzunehmen.

Lotte ist eine bildschöne Heidschnucke die gemeinsam mit Idefix auf die Wiese zog. Ebenso kam ihre Schwester Helga zu uns die leider am 23. Juni 2021 verstarb.

Lotte hat leider die Quälereien die ihr angetan wurden noch nicht ganz vergessen. Sie ist etwas misstrauisch, beobachtet uns und die Besucher immer mit etwas Abstand. Hat man aber etwas leckeres für sie dabei, kann auch sie nicht widerstehen. Sie ist bildschön und wir beobachten sie so gerne, wenn sie mit wehender Mähne durch den Wind rennt und ihr lockiges Fell anmutiger nicht sein könnte.

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Idefix ist neben Olaf und Michel eins unserer kuscheligsten und neugierigsten Schafe in der Herde. Er kam mit Lotte und Helga zu uns und konnte somit vor dem sinnlosen erschießen gerettet werden.

Von Anfang an hatte Idefix gesundheitliche Probleme. Ein chronischer Schnupfen und Pansenprobleme plagen unseren Heidschnuckenmann. Mit viel Liebe und auch mal heilmedizinischen Methoden pflegen wir ihn so gut wir können. Gemeinsam mit Julia geht er gerne spazieren und rupft sich so frische Kräuter ab die er so dringend braucht und die ihm so gut tun. In einem konventionellen Schäfereibetrieb hätte Idefix keine Chance auf Leben gehabt. Dies würde sich “nicht lohnen”. Bei uns darf er frei und glücklich sein und bekommt die Unterstützung und Behandlung die er benötigt.

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Mandy

Mandy kam mit der bereits verstorbenen Chantal aus der Nähe von Göppingen und wurden gerade noch vor dem Schlachter gerettet. Tierfreundin Birgit wollte Chantal gerne freikaufen, da die beiden sich schon kannten. Als dann das kleine Kamerun-Lämmchen Mandy daneben stand und es ihr ebenfalls angeboten wurde, handelte sie sofort und kaufte auch sie frei. Beide durften auf unsere Lebenswiese einziehen. Sie waren unzertrennlich, wie Mutter und Tochter. Chantals Tod machte Mandy sehr traurig, doch sie konnte ihren neuen Platz in unserer Herde schnell finden.

Mandy ist unser kleiner Flipper. Schnell wie eine Gazelle sprintet sie über die Wiese. Es sieht so drollig aus wenn sie spielt und “ihre 5 Minuten hat”. Dann rennen wir oft gemeinsam mit ihr über die Wiese und sie freut sich dann so sehr. Zum kuscheln kommt sie nicht so gerne, aber einen Wiesensprint lässt sie sich nicht entgehen. Ihre Leibspeise sind Haferflocken und Karotten, dafür darf man sie dann auch ganz kurz anfassen 🙂

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Olaf und Michel

Olaf und Michel wurden kurz vor Ostern 2021 von einer Familie von einer Osterlamm-Mast freigekauft und dürfen nun ihr Leben auf der Lebenwiese genießen.

Olaf ist ein super aufgewecktes Kerlchen und folgt seinem Freund Michel auf Schritt und Tritt. Er ist der zutraulichste, verkuschelste und verfressenste im Bunde. Kommt man zur Wiese ist er einer der Ersten die am Zaun stehen … aber nicht um “Hallo!” zu sagen, sondern um direkt auszukundschaften ob es nicht was zu fressen geben könnte. Kommt man mit der Heuladung zur Fütterung wird man buchstäblich überrannt. Es könnte ja morgen nichts mehr geben?

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Michel ist seinem Bruder Olaf so ähnlich. Wir möchten uns nicht vorstellen, dass die beiden 2021 ein Osterlamm geworden wären. Sie haben beide so ein wunderbares Wesen. Michel und Olaf lieben es so richtig gekrault zu werden, mit ihren schönen Augen schauen sie einem direkt in die Seele. Sie lieben es wenn Besucher auf unsere Wiese kommen, denn das bedeutet Futter und Kraulchen!

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Rangie und Juno

Rangie und die bereits verstorbene Hanni kamen im April 2021 aus einem Schäfereibetrieb zu uns. Von dort wurden die beiden von einer Tierschützerin freigekauft und kamen komplett erkältet auf unserer Lebenswiese an. Nach langem Rätselraten, ob Rangie trächtig ist, kam am 29. Juni 2021 dann die kleine Juno auf unserer Wiese zur Welt und darf ihr Leben in Sicherheit verbringen.

Rangie, unsere Herdenchefin, hatte das Glück, dass ihre Freundin Hanni unbedingt aus dem Schäfereibetrieb ausziehen musste. Als wir bei dem Betrieb ankamen fragte man uns ob wir auch ein zweites Schaf mitnehmen würden welchen sie loshaben wollten. Natürlich durfte Rangie mit ins Glück reisen. Ein schnupfen plagte die Coburger Füchsin, den wir aber schnell in den Griff bekamen. Was allerdings unerwartet kam: Tochter Juno. Rangie kam bereits trächtig zu uns und bei Schafen erkennt man das immer erst kurz vor der Geburt. Aufregende Tage kamen auf uns zu und im Juni 2021 kam dann unsere Juno auf die Welt. Rangie ist als Rudelführerin immer auf der Hut. Vertrauen konnte sie schon etwas fassen, jedoch benötigt ihre Seele einfach Zeit zu heilen.

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Juno wurde am 29. Juni 2021 auf unserer Wiese geboren. Ihre Mama Rangie kam mit ihrer Freundin Hanni im April 2021 aus einem Schäfereibetrieb bereits trächtig zu uns. Vor Junos Geburt war es ein reines Rätselraten, ob Rangie wirklich schwanger ist oder erst trächtig war. Die junge Dame hat wunderschöne azurblaue Augen und begrüßt einen mit ihrem lauten “MÄÄÄÄH” direkt wenn man kommt. Sie und Mama Rangie sind ein tolles Team und sie schaut sich alles von ihr ab.

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Anton, Benni und Jakob

Das Geschwistertrio stammt von einem ehemaligen Demeterhof. Nach einer Umstrukturierung sollten die Ziegen weg. Die Lösung: Zum Schlachter. Doch eine dort beschäftigte Familie hatte das Trio so sehr ins Herz geschlossen, dass sie keine Mühen scheuten und sehr lange einen Lebensplatz für die Ziegen suchten. Diesen fanden sie dann bei uns und unserer Lebenswiese.

Anton ist der Größte des Dreiergespanns. Er fordert seine Streichel- und Kratzeinheiten von jedem Wiesenbesucher ein. Demonstrativ stellt er sich einem in den Weg bis man ihn von Kopf bis Fuß durchgekrault hat. Er ist ebenso der Chef der Ziegenbande. Er hat seine Kumpels fest im Griff. Den Ziegenspielplatz nutzt er ausgiebig und turnt auf den extra eingebuddelten Reifen wie ein Profi.

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Benni ist der mittelgroße im Ziegengespann. Er ist – seitdem er vom Tierarzt untersucht und kastriert wurde – etwas misstrauisch geworden. Wer kanns ihm verübeln? 🙂 Dennoch steht er seinen Ziegenkumpels in nichts nach. Hat er Vertrauen gefasst, liebt er einen mit Leib und Seele. Julia ist seine große Liebe der er blind vertraut. Lieblingsessen? Haferflocken!

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Jakob ist der Kleinste des Trios und Antons Sohn. Der kleine, kompakte Ziegenmann sieht einfach nur süß aus und man hat immer das Bedürfnis ihn mit nach Hause ins Bettchen zu nehmen. Seine lustige Stimme und das drollige Gesicht verzaubern einen sofort. Gerne untersucht er direkt ob Besucher was zu fressen dabei haben und holt sich dabei Streicheleinheiten ab. Er ist eben unser kleines Honigkuchenpferd!

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Clara, Enna, Steffie & Mathilda

Unsere Ziegenmädels kamen Ende 2021 zu uns. Eigentlich wollten wir sie nur vor dem drohenden Schlachter retten und sie dann in gute Hände vermitteln, doch jetzt haben wir uns natürlich in sie verliebt und Julia wollte unbedingt, dass unsere Mädels bei uns bleiben. Also dürfen sie es auch!

Enna ist unsere ruhige Seele in der Gruppe. Sie wirkt fast wie eine weise Ziege die ganz bewusst ihr Leben und die Aussicht von unserer Wiese auf Untergruppenbach und die Burg Stettenfels genießt. Mit Bravour hat sie gelernt Männchen zu machen und zeigt ihre sportliche Ader dann auch gerne.

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Harte Arbeit, die sich lohnt

Auf unserer Lebenswiese gibt es immer etwas zu tun. Unterstände aufbauen, Weidezaun umstecken, Überdachungen bauen… Dank der tatkräftigen Unterstützung unserer Mitglieder und Tierpaten konnten Hand in Hand schon viele Meilensteine gesteckt werden und wir kommen unserem Traum der perfekten Lebenswiese immer näher.
Hier haben sich vor allem unseren Helfertage als hilfreich erwiesen. Hier wird immer leidenschaftlich mit angepackt.

Telefon: 0152 33914724
Mail: info@grenzenlose-tierhilfe.de
Memelstraße 17
74172 Neckarsulm-Amorbach